Künstlerszene

Berlin ist das Zuhause einer einzigartigen Kunstszene

Der Schrei: Edvard Munch schreibt Kunstgeschichte

April 24th, 2012

© Gina Sanders - Fotolia.com

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Jeder kennt das berühmte Bild des Expressionisten Edvard Munch. „Der Schrei“ zeigt eine verbogene Person mit weit aufgerissenem Mund und panischen Augen, ihre Hände pressen ihren großen Kopf zusammen. Die Szene spielt auf einer Brücke über einer abstrakten Landschaft, ein erdiges Blau und Orange dominieren. Im Hintergrund sind gerade noch zwei weitere Besucher in Blau zu erkennen, doch die verstörende Mine der schreienden Person im Vordergrund erkennt nur der Betrachter.

Das Meisterwerk hat nun Kunstgeschichte geschrieben: Mit riesigem Andrang und einem heißen Bieter-Wettkampf wurde Munchs Gemälde für eine Rekordsumme von 120 Millionen Dollar versteigert. Nie zuvor wurde bei einer Auktion ein so hoher Preis für ein Gemälde erzielt. Der neue Besitzer will allerdings keinen Presserummel, bislang kann über ihn nur spekuliert werden.

Das Auktionshaus Sotheby’s dürfte sich freuen: Rund 13 Millionen Euro Provision fallen für das renommierte Haus an. Da ist es auch nachvollziehbar, dass der sonst so professionelle Chef-Auktionator von Sotheby’s auf die Rekordsumme nur noch „I love you!“ entgegnen konnte. Mitbieten durfte quasi jeder: Übers Internet, Telefon oder auch im überfüllten Saal in New York. Dabei war der Andrang so riesig, dass das Online-System ständig zusammenbrach.

Dennoch brauchte es bis zum Rekordpreis nicht einmal eine Viertelstunde. Das Hammer-Gebot kam von einem Telefonanruf. Nun sickern Gerüchte durch, dass der neue Besitzer aus der Herrscherfamilie des Golfstaates Katar kommen soll. Eben der Familie, die im vergangenen Jahr auch schon Paul Cézannes Meisterwerk „Die Kartenspieler“ für astronomische 250 Millionen Dollar bei einem Privatkauf erworben haben soll.

Damit ist Munchs „Der Schrei“ neuer Weltrekordträger – und hat damit Pablo Picassos „Akt mit grünen Blättern und Büste“ den Titel geklaut. Denn vor ein paar Jahren durfte dieses Bild mit 106,5 Millionen Dollar Verkaufpreis noch den Weltrekordtitel feiern. So schnell kann das gehen – wie lange wohl Munchs “Der Schrei” das teuerste Gemälde bleibt?

Dämmstoffe für den Hausbau

März 6th, 2012

© Alterfalter - Fotolia.com

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Beim Hausbau sollte man nicht am falschen Ende sparen. Obwohl kurzfristig Geld eingespart werden kann, kann es passieren, dass man auf lange Sicht gesehen drauf zahlen muss. So ist eine richtige Dämmung nicht nur für das Wohlgefühl von Bedeutung, sondern kann die Betriebskosten für Heizung & Co. deutlich senken. Darüber hinaus verhindern die richtigen Dämmstoffe zu hohe Wohnraum-Temperaturen im Sommer.

Die Palette der Dämmmaterialien ist groß. Grundsätzlich sollte man auf natürliche Dämmstoffe zurückgreifen. Das hat mehrere Gründe. Dämmungen aus Kunststoffschaum können in den Ausgangsstoffen zum Teil giftig sein, was vor allem bei einem Brand gefährlich werden kann, da giftige Gase entstehen. Zudem entsteht geringer Wärmeschutz im Sommer. So ist eine Dämmung aus Styroporschaum eher nachtteilig, da im Winter nur eine geringe Wärmedämmung erzielt wird. Im Sommer dagegen lässt Styropor die Wärme fast ungebremst in das Haus, sodass sich die Wohnräume unangenehm aufheizen. Kunstschaumstoffe sind wie Mineralwolle und Glaswatte bei der Produktion sehr energieintensiv, was zudem die Umwelt belastet. Müssen Teile der Dämmung ausgewechselt werden, vielleicht aufgrund eindringender Feuchtigkeit, ist auch die Entsorgung problematisch und muss gesondert erfolgen.

Dagegen sind natürliche Dämmungen aus Zellulose, Korkplatten, Holzfaserplatten oder Schafwolle in ihrer Herstellung und den Dämmeigenschaften vorzuziehen. Vor allem bei sommerlicher Wärme bleiben die Wohnräume angenehm kühl. Dabei ist vor allem eine Zellulosedämmung vorteilhaft. Aus alten Tageszeitungen hergestellt ist für die Herstellung die geringste Energie notwendig. Dazu sind die Eigenschaften für die Geräuschdämmung sowie beim Wärmeschutz im Sommer optimal.

Gefährliche Baustoffe

März 1st, 2012

 

© Marion-Richter - Fotolia.com

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Heutzutage achten die meisten auf gesunde Lebensmittel und ökologischen Anbau, denn man will lange gesund bleiben und gibt deshalb Acht auf seinen Körper. Was viele dabei völlig vergessen, ist einmal genau zu schauen, woraus der Teppich, der Schrank oder andere Möbel bestehen. Diese können nämlich Baustoffe enthalten, die früher oder später giftige Substanzen absondern.

Oftmals bekommen die Bewohner das Problem gar nicht so schnell mit. Es riecht etwas streng in den Wohnräumen, vielleicht sollte man mal wieder lüften. Handelt es sich aber um Gerüche, die vom abgenutzten Teppich stammen oder der Holzvertäfelung an der Decke, reicht das Lüften meist nicht mehr. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Oftmals handelt es sich um alte Lacke, Farben, Kleber, Lösungsmittel oder auch Schimmel. Die chemischen Stoffe, die in unserem Hausrat enthalten sind, können nach und nach freigesetzt werden. Als flüchtige organische Verbindungen gelangen die Stoffe in die Raumluft und verpesten diese. Unter den Stoffen können auch gefährlich Weichmacher sein. Eigentlich sind all diese Stoffe schon seit Jahren verboten, aber viele Altlasten finden sich dennoch in den Wohnungen der Leute. Vor allem Kleinkinder, die sich viel auf dem Boden aufhalten, sind von den Stoffen gefährdet.

Verschiedene Institute bieten nun bereits Tests an, damit man sein Zuhause auf Giftstoffe untersuchen kann. Einen Test für alles gibt es leider nicht, sodass man sowohl einen Staub- als auch einen Lufttest machen kann. Ein Schimmeltest ist dann auch nochmal extra. Das geht ganz schön ins Geld. Man sollte aber auf jeden Fall Tests machen, wenn man bestimmte Symptome wie Kopfschmerz nur in einem bestimmten Raum oder generell Zuhause hat. In solchen Fällen ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, dass sich Giftstoffe in der Wohnung befinden. Außerdem sollte man die Finger lassen von dem Urlaubsmöbelstück aus einem Billiglohnland. Die dort produzierten Möbelstücke weisen oft giftige Lacke oder Holzschutzmittel auf.

Die deutsche Kunstszene

November 29th, 2011

In Deutschland ist die Kunstszene, und vor allem die Kulturpolitik durch chronische Geldknappheit ins Stocken geraten. Galerien, Künstler und Mäzene tun sich in Deutschland zusammen, um auf privater Basis bei Kunstmessen die Werke junger Künstler den Kunstinteressierten und Institutionen näher zu bringen. Außerordentlich groß ist heute die Nachfrage nach deutscher Kunst in der globalisierten Welt.

Der Bundesverband der Galerien ließ neulich verlauten, dass der Export ins Ausland enorm gestiegen ist. Frankreich, Italien, Österreich, Spanien, England haben einen wesentlich geringeren Zugang zum internationalen Kunst- und Messebetrieb. Herausragendes Beispiel ist der neo-expressionistische Maler Anselm Kiefer, Schüler von Josef Beuys, ein hochkarätiger Künstler mit internationalem Ruf (2005 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst, 2008 Friedenspreis des Deutschen Buchhandels). Gerade die Malerei hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen.

Der Hunger nach Bildern wird im Zeitalter der Digitalisierung immer größer. Aktuell gehandelte deutsche Künstler sind der Maler Neo Rauch, der mittlerweile ein Shooting-Star der internationalen Kunstwelt ist (1997 Kunstpreis der Leipziger Volkszeitung, 2005 Ernennung zum Professor der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst, 2005 “mfi Preis Kunst am Bau”, 2004 Hugo Boss Prize), der Maler Thomas Scheibitz (gestaltete 2005 den deutschen Pavillon bei der Biennale in Venedig), der Maler Norbert Bisky (ein Meisterschüler von Georg Baselitz), die Malerin, Autorin und Filmemacherin Cornelia Schleime (2004 Fred-Thieler-Preis, 2004 Gabriele Münter Preis, 2005 Award of excellent painting – National Art Museum of China) sowie die Malerin und Objektkünstlerin Elvira Bach (Teilnahme an der Dokumenta 7).

In der Bildhauerei ist Eva Hesse eine der bekanntesten internationalen zeitgenössischen Künstlerinnen. Mit Latex und Fiberglas gestaltete die 1970 verstorbene Hamburger Künstlerin raumgreifende Skulpturen und setzte damit neue Aspekte in die Kunstwelt. Sie verschaffte der deutschen Skulpturenkunst Ansehen und Akzeptanz in der New Yorker Kunstszene. Die ästhetische Fotographie und die Kunstfotographie wurden in Deutschland als Kunstmedium deutlich aufgewertet, konnte sich aber international nur punktuell platzieren. Deutsche Medienkunst wie zum Beispiel Videoinstallationen und Multimedia-Skulpturen können dem globalen Wettbewerb standhalten. Die bildende Kunst in Deutschland beeinflusst jedoch maßgeblich die innovativen Entwicklungen in Europa und auch weltweit. Die documenta in Kassel gilt als internationale Plattform der bildenden, zeitgenössischen Kunst.

Kunstgeschichte

Oktober 11th, 2011

Kunstgeschichte in Deutschland-Vom Expressionismus zur Postmoderne

Der Expressionismus und der Kubismus (1900 – 1920) bereiteten den Weg in die moderne Kunst, indem die realistische Darstellung durch abstrakte und gegenstandslose Kunst ersetzt wurde. Zu den bedeutendsten Künstlern zählten Wassiliy Kandinsky, Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Egon Schiele, August Macke , Franz Marc, Alexej von Jawlensky, Gabriele Münter und Paul Klee, die in den Künstlergruppen “Die Brücke” und “Blauer Reiter” organisiert waren.

Die Abstraktion und die Abkehr vom Gegenständlichen steigerte sich noch im Futurismus und Dadaismus (1905 – 1925), diese Kunst rebellierte gegen die kulturellen Werte der bürgerlichen Gesellschaft, Ästhetik und idealisierende Darstellungen wurden abgelehnt. Wichtige Vertreter waren Richard Huelsenbeck, George Grosz, und Max Ernst. Aus dem Dadaismus entwickelte sich der Surrealismus (1924-1945) mit bedeutenden Künstlern wie Salvador Dali und Joan Miro.

Über die Neue Sachlichkeit und den Informel veränderte sich die abstrakte Malerei hin zur Pop Art (1958-1968), in der Massen- und Alltagsprodukte künstlerisch dargestellt und bearbeitet wurden. Pop Art prägt bis heute Werbung, Mode und das Graphikdesign. Wichtige Vertreter waren Andy Warhol, Roy Liechtenstein und Sigmar Polke.

Der Fluxus (1960-1975) verzichtete auf die Trennung zwischen Kunst und Publikum, Musik, Malerei, Film und Literatur schafften zusammen neue Kunst. Bedeutende Künstler waren Joseph Beuys und George Maciunas. Nach dem Photorealismus (1960-), u.a. mit gestaltet von Heiner Altmeppen und Wolfgang Helnwein, der Minimal Art und der Concept Art (1960-) entwickelten die sog. Jungen Wilden den Stil des Neoexpressionismus (1975-).

Maler wie Georg Baselitz und Markus Lüpertz nutzen vermehrt Stilelemente des Expressionismus. Die Postmoderne (1990-) zitiert Kunstepochen und -stile, Ausdrucksmittel werden gemeinsam genutzt um Neues zu schaffen. Überliefertes wird zu Collagen verbunden, Kitsch und Kunst, Elite und Banales werden vermischt. Zu den bedeutendsten Vertretern dieser Kunst zählen Jeff Koons und Gilbert und George.

Das Kunstmuseum Bonn zeigt noch bis zum 20.01.2011 Werke von August Macke, Franz Marc, Alexej Jawlensky, Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Emil Nolde.

Anselm Kiefer zeigt seine Ausstellung “Palmsonntag” in Toronto in der Art Gallery of Ontario noch bis zum 01.08.2010.

Rebecca Horns Ausstellung “Rebelião em Silêncio” ist im Centro Cultural Banco do Brasil in Rio de Janeiro vom 01.05. bis 18.07.2010 zu sehen.

Daniel Richters “Das große Welttheater” zeigt das Museum für Moderne in Salzburg vom 24.07. bis 17.10.2010.

Eine Einzelausstellung zeigt die Werke von Wolfgang Tillmans vom 26.06. bis 29.08.2010 in der Serpentine Gallery in London.

Die Pinakothek der Moderne in München zeigt die Ausstellung “Begleiter” von Neo Rauch vom 20.04. bis 15.08.2010.

Zeitgenössische Kunst

August 22nd, 2011

Zeitgenössische Kunst bedeutet die Bildende Kunst, welche von Zeitgenossen hergestellt wurde. Andere Zeitgenossen haben sie als bedeutend wahrgenommen.

Die Kunsthistorie ist die Entwicklung der bildenden Kunst

Die Kunsthistorie beschreibt und untersucht die Funktion der Kunst sowie den Schaffungsprozess der kreativen Künstler. Wenn nicht ein zurückliegender Zeitpunkt der Zeitgenössischen Kunst genannt wird, ist mit Zeitgenössische Kunst die Gegenwartskunst gemeint. Die Kunsthistorie der Gegenwart.

Zeitgenössische Kunst ist nicht mit Stil, Konzept, Form, Technik oder Zugehörigkeit zu einer künstlerischen Bewegung verbunden. es ist möglich, dass Zeitgenössische Kunst Malerei bedeutet oder aber auch eine Form, die sich in den letzten Jahren oder Jahrzehnten etabliert hat, wie Performance, Konzept- oder Videokunst.

Nur auf ein einzelnes Kunstwerk kann Zeitgenössische Kunst nicht zielen, sondern auch auf ein ökonomisches und kulturelles Kunstproduktionssystem, das sich manchmal nach dem Kunstmarkt richtet und teilweise aber auch mit dem Kunstbetrieb überschneidet. Ausstellungsorte für Zeitgenössische Kunst sind viele Museen und Kunstausstellungen weltweit.

Die bedeutendste Ausstellung für Zeitgenössische Kunst ist die documenta, die alle 5 Jahre in Kassel stattfindet und 100 Tage dauert. Der Name documenta bedeutet die Dokumentation über die moderne Kunst.

In Leipzig gibt es die GfZK Galerie für Zeitgenössische Kunst. Die Galerie wurde 1990 gegründet und fördert Zeitgenössische Kunst. Hier können Werke wie Gemälde, Fotografien, Collagen, Grafiken, Skulpturen sowie Medien- und Videokunst präsentiert. 1998 wurde das Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst in Straßburg eröffnet.

In dem Museum gibt es drei Sammlungen: Grafische Kunst, Fotografie und Bildende Kunst mit mehreren tausend Werken. Mehr als 1100 Ausstellungshäuser gibt es in Deutschland. Jährlich werden diese Kunsthäuser von mehr als 100 Millionen Menschen besucht.

Bekannte Künstler der Zeitgenössischen Kunst in Deutschland sind Hermann Abrell, Max und Peter Ackermann, Hiromi Akiyama, Heinz-Georg Adochi, Josef Albers, Gerhard Altenbourg, Hermann Albert, Joachim Albrecht, Matthias Alfen, Sonja Alhäuser, Kai Althoff, Axel Anklam, Alo Altripp, Horst Antes, Birgit Antoni, Dieter Appelt, Elsbeth Arlt und viele andere.

In fast 40 Jahren ist in Deutschland eine sehr umfangreiche Sammlung Zeitgenössischer Kunst entstanden. Diese dokumentiert die Entwicklung dieser Kunsthistorie. Kunstvereine in Deutschland sind die zentralen Instanzen für die Vermittlung der Zeitgenössischen Kunst, um sie auszustellen und dem Fachpublikum und breiten Kreisen der Bevölkerung nahe zu bringen.

Kunstsammlungen

Juli 28th, 2011

Auf den Spuren der größten deutschen Kunstsammlungen

Ein Besuch der Staatlichen Kunstsammlungen Dresdens ist ein Ereignis der besonderen Art. In zwölf Museen von Weltruf werden Kunstwerke von unschätzbarem Wert aus den Bereichen Grafik, Plastik, der Malerei und des Kunsthandwerkes gezeigt. Diese umfangreiche Kunstsammlung umfasst sämtliche Epochen: von der Antike bis zur Moderne ist alles vertreten.

Die größte private Kunstsammlung Nordrhein-Westfalens befindet sich in der Wasserbug Anholt. Über 700 Arbeiten der angesehendsten niederländischen Maler des 17. Jahrhunderts wie Gerard ter Boch, Jan van Boyen und Rembrandt werden hier gezeigt. Natürlich sind auch Werke deutscher (Holbein, Jobst Harich, Bruyn), italienischer (Dolci, Rosa) und spanischer (Murillo) Meister vertreten.

Die Kunstsammlung des Museum Georg Schäfer in Schweinfurt kann es mit anderen Kunstmuseem wie beispielsweie der Natonalgalerie in Berlin durchaus aufnehmen, zeigt sie doch Werke von Max Liebermann, Lovis Corintth und Carl Spitzweg. Sie präsentiert eine Kunstsammlung mit Arbeiten vom späten 18. bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Diese Kunstsammlung spannt einen Bogen vom Rokoko über Klassizismus und Romantik bis hin zum Impressionismus.

Bedeutende Exponate von Joseph Beuys können im Schloss Moyland in Bedburg bewundert werden. Hier befindet sich der weltweit umfangreichste Bestand. Bei den zusammengetragenen Arbeiten dieser Kunstsammlung handelt es sich um Werke aus dem 19. und 20. Jahrhundert.

Das Folkwang Museum in Essen zeigt eine umfangreiche Kunstsammlung interessanter Skulpturen sowie deutscher und französischer Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts. Werke von Caspar David Friedrich, Monet, Manet, van Gogh, Baselitz und Matisse – um nur einige zu nennen – sind dort ausgestellt.

Wer sich für Baukunst und Bildhauerei interessiert, sollte sich der eindrucksvollen Wiederbelebung von Duisburgs altem Innenstadthafen und deren besonderer Kunstsammlung begeistern lassen. Die erste bewegliche Hängebrücke der Welt ist hier ebenso zu finden wie der “Garten der Erinnerung” mit zeitgenössischer Kunst des Bildhauers Dani Karavan. Eine goße Kunstsammlung des Unternehmers Hans Grothe mit zahlreichen Werken wichtiger Nachkriegskünstler befinden sich im Museum Küppersmühle.

Europäische Malerei und Plastiken des 20. Jahrhunderts sind Teil der bedeutenden Kunstsammlung der Neuen Nationalgalerie Berlin. Der “lichte Tempel aus Glas” vereint Werke der Klassischen Moderne bis zur Kunst der Sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Werke von Klee, Feininger, Kirchner, Munch und Picasso und weiteren Künstlern sind dort ausgestellt.

Jugendstil in Vollendung zeigt die ständige Kunstsammlung im Ernst-Ludwig-Haus in Darmstadt. Sie zeigt und dokumentiert Geschichte und Wirken der Darmstädter Künstlerkolonie (1899 – 1814). Sie ist untergebracht im ehemaligen Ateliergebäude der Künstlerkolonie und beherbergt eine Kunstsammlungder besonderen Art: von Malerei über Grafik, Buchkunst, Möbel, Textilien und Prozellan bis hin zu Schmuck und Goldschmiedearbeiten. Diese Kunstsammlung zeigt Werke von Peter Behrens, Bernhard Hoetger und Joseph Maria Olbrich.

Kunstschulen

Juli 3rd, 2011

Eine Vielfalt von Bund, Ländern oder Gemeinden getragener Kunstschulen ist fester Bestandteil der staatlichen, regionalen und städtischen Kultur- und Bildungspolitik. Ein Teil der Schulen privater Träger gliedert sich in dieses Schulsystem ein.

Auf den Bildungsstufen Primarstufe und Sekundarstufe gibt es in einigen Städten Schulen, die einen künstlerisch und musisch ausgerichteten Unterricht bieten, oder mit Kunstschulen zusammenarbeiten, selbst jedoch nicht im engeren Sinne als Kunstschulen bezeichnet werden (siehe Rosa Luxemburg Grundschule ).

In der Bildungsstufe Sekundarstufe II können berufsbildende Schulen (alte Bezeichnung: Gewerbeschule), Fachoberschulen, , Schulen für kunstgewerbliche oder kunsthandwerkliche Berufe, Schulen für Angewandte Kunst, für Gestaltung oder für Design deutlich ausgerichtet auf künstlerische Fähigkeiten und Berufe ausbilden. Traditionelle Fächer sind die Produktgestaltung (Keramik-, Glas-, Porzellan-, Textil-, Metall- und Edelmetallgestaltung, usw.) sowie das Grafikdesign (siehe Liste von Schulen für Gestaltung im Handwerk). Nur in Deutschland können Steinmetze und Steinbildhauer ihre Berufsausbildung an einer Meisterschule abschließen (siehe Steinmetze und Steinbildhauer).

Neben der künstlerischen Gestaltung von Gebrauchsgegenständen (Konsumgütern) oder architektonischen Räumen, geht es heute um die Gestaltung von Handlungsabläufen, Bewegungen und Kommunikation. Dafür entstanden neue Ausbildungsangebote wie Kommunikationsdesign (siehe Kunstschule Wandsbek , (Grafikdesign, Visuelle Kommunikation) und andere Designdisziplinen.

Der Bildungsstufe Tertiärstufe sind Fachhochschulen mit einem künstlerischen Fachbereich, Kunsthochschulen, Kunstakademien und die Universität der Künste Berlin zugeordnet. Das Lehrangebot im Tertiärbereich muss dem Anspruch einesKünstlerisches Entwicklungsvorhabens genügen.

Fachhochschulen mit gestalterischen und künstlerischen Fachbereichen bilden für Berufe im Bereich angewandter Kunst aus. Umfassende künstlerische und wissenschaftliche Studiengänge mit theorie- und praxisorientierten Fächern für freiberufliche bildende Künstler und Kunstpädagogen bieten Kunsthochschulen und Kunstakademien. In Deutschland sind Kunsthochschulen und Kunstakademien nicht, wie in einigen anderen Ländern, in Universitäten integriert, so dass ein gleichzeitig kombiniertes Studium schwierig ist.

Einige Kunstschulen privater Träger bieten anspruchsvolle Lehre und staatlich anerkannte Abschlüsse. Sie können mit staatlichen Schulen und Hochschulen qualitativ konkurrieren. Andererseits gibt es private Kunstschulen, die für jegliche künstlerische Berufsausbildung und Entwicklung als freiberuflicher Künstler belanglos sind. Wegen gesellschaftlicher Bedeutung und Qualitätsanspruch erwähnenswerte Gruppen privater Kunstschulen:

  • Anthroposophisch inspirierte Kunstschulen: Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft , Fachhochschule Ottersberg und andere
  • Kunst- und Kreativitätsschulen und Jugendkunstschule: Diese Schulen sind der außerschulischen kulturellen Bildungs- und Freizeitarbeit zuzuordnen und bieten keine Berufsabschlüsse. Im Mittelpunkt steht Freizeitgestaltung die zurPersönlichkeitsentwicklung, vorwiegend von Kindern und Jugendlichen, beiträgt.

Übersicht einiger Kunsthochschulen in Deutschland

Arnstadt

FH KUNST Arnstadt

Berlin

Universität der Künste Berlin

Weißensee Kunsthochschule Berlin

Bochum

Folkwang Universität für Musik, Theater, Tanz, Gestaltung, Wissenschaft

Braunschweig

Hochschule für Bildende Künste Braunschweig

Dortmund

Folkwang Universität für Musik, Theater, Tanz, Gestaltung, Wissenschaft

Dresden

Hochschule für Bildende Künste Dresden

Palucca Schule | Hochschule für Tanz

Duisburg

Folkwang Universität für Musik, Theater, Tanz, Gestaltung, Wissenschaft

Düsseldorf

Kunstakademie Düsseldorf

Essen

Folkwang Universität für Musik, Theater, Tanz, Gestaltung, Wissenschaft

Frankfurt / Main

Staatliche Hochschule für Bildende Künste (Städelschule) Frankfurt am Main

Halle / Saale

Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle

Hamburg

Hochschule für Bildende Künste Hamburg

Karlsruhe

Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe

Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe

Kiel

Muthesius Kunsthochschule

Köln

Kunsthochschule für Medien Köln

Leipzig

Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig

Kunstraub

Mai 22nd, 2011

Kunstraub oder Kunstdiebstahl, der Raub oder Diebstahl von Kunstwerken aus Museen oder Privatsammlungen, zählt nach Angaben von Interpol neben Drogen- und Menschenhandel zu den einträglichsten kriminellen Delikten. In Österreich wird beispielsweise pro Tag durchschnittlich ein Kunstwerk gestohlen, in Deutschland sind es sieben. Eine Schätzung des FBI beziffert den jährlichen Schaden auf rund 8 Mrd. Dollar (2005).

Nach Angaben des Art-Loss-Registers werden Kunstwerke von Picasso, Miró und Chagall am häufigsten entwendet. Oft werden Kunstdiebstähle von organisierten Verbrechern verübt. Die Kunstwerke werden als Geldanlage oder als Zahlungsmittel verwendet. Im Zweiten Weltkrieg war der Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg mit systematischem Kunst- und Kulturraub an den Besiegten beauftragt worden. Im Zuge des Irakkrieges sind zahlreiche wertvolle Exponate aus dem archäologischen Museum in Bagdad gestohlen worden. Beutestücke der Plünderungen tauchten teilweise auf Kunstauktionen und bei privaten Kunstsammlern auf.

Der Raub von Kunstwerken zum Zwecke der Erpressung nennt man Artnapping. Von staatlichen Stellen im Zuge von Kriegen geraubte Kunstgegenstände werden als Beutekunst bezeichnet.

Hier eine Zusammenfassung des aktuell spektakulärsten Kunstdiebstahls (Stand 2010)

 

Kunstraub historischen Ausmaßes: (Quelle: Sueddeutsche.de)

Aus dem Pariser Museum für moderne Kunst sind Meisterwerke im Wert von einer halben Milliarde Euro verschwunden – darunter ein Picasso.

Es war eine Nacht-und-Nebel-Aktion: Aus dem städtischen Pariser Museum für moderne Kunst (Musée d’art moderne de la Ville de Paris) sind fünf Meisterwerke im geschätzten Wert von 500 Millionen Euro gestohlen worden, teilte am Donnerstag die Polizei in der französischen Hauptstadt mit. Damit handelt es sich um einen der größten Kunstdiebstähle aller Zeiten.

 

Unter den Bildern sei das 1911 entstandene Gemälde “Le pigeon aux petits pois” (“Taube mit Erbsen”) des spanischen Malers Pablo Picasso sowie “La pastorale” (“Die Pastorale”) von Henri Matisse, berichtete der Radiosender France Info.

Die anderen drei Werke stammten von dem italienischen Maler Amédéo Modigliani, dem französischen Künstler Georges Braque und seinem Landsmann Fernand Léger.

Kunstvereine

Mai 3rd, 2011

Die ersten Kunstvereine wurden im Zeitraum zwischen 1800 und 1840 vom aufstrebenden Bürgertum für die Vermittlung zwischen Laien und der Gegenwartskunst gegründet. Die Beschäftigung mit Kultur sollte nicht länger dem Adel überlassen bleiben. Vereine, so auch die Kunstvereine, waren Ausdruck von Emanzipationsbestrebungen, ein Schritt in die moderne demokratische Gesellschaft, eine freie Korporationsform gegenüber dem Ständestaat.

Zu den ältesten Kunstvereinen zählen die Albrecht-Dürer-Gesellschaft in Nürnberg (1792), der Kunstverein in Hamburg (1817) und der Badische Kunstverein in Karlsruhe (1818). Seit dem beginnenden 19. Jahrhundert bildeten sich in fast jeder größeren deutschen Stadt Kunstvereine als frühe Bürgerinitiativen für Kunst.

Was habe ich nun von einer Mitgliedschaft im Kunstverein?

Kunstverein bieten ein tolle Möglichkeit für den Netzwerkaufbau und Austausch unter Künstlern, Wissenschaftlern und Interessierten.

Oft ist damit ein kostenfreier Eintritt in zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen des Kunstvereins verbunden sowie Veranstaltungen weitere Vereine die angeschlossen sind. Aber auch die Einladung zu Eröffnungen und Begleitveranstaltungen sind nicht zu unterschätzen.

Publikation und Jahresgaben des Vereins sind in der Regel für Mitglieder ermäßigt.

Viele Vereine bieten auch interessante Kunstreisen an. So manch eine internationale Ausstellung lässt sich dadurch besuchen, da Gruppenermäßigungen und die gemeinschaftliche Organisation viele finanzielle Vorteile bringt. Oft erhalten auch Vereine durch langjährige Beziehung zu Ausstellungen und Kunsthäuser besondere Ausstellungsführungen und exklusive Veranstaltungen.

Ein wichtiger Vorteil ist in vielen Kunstvereinen auch die Nutzung einer Präsenzbibliothek, deren Buchbestand von den Mitgliedern mit bestimmt wird.

In der Regel hält auch jeder Kunstverein einmal jährlich eine Mitgliederversammlung ab, wo alle relevanten Punkte und etwaige Entscheidung von den Mitglieder durch Abstimmung beschlossen werden.

Ein Kunstverein ist nicht nur eine Gemeinschaft gleichinteressierte Menschen. Er ist vielmehr einen Begegnungsstätte für Menschen, die eine Leidenschaft teilen und vielen relevante Dinge miteinander im Dialog oder direkten Austausch teilen.

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